hnGeno beim Sozialwissenschaftlichen Forum in Berlin

hnGenoAm vergangen Samstag waren wir beim Sozialwissenschaftlichen Forum in Berlin eingeladen, um hier den Werdegang der hnGeno vorzustellen und mit dem Publikum die Möglichkeiten eines solidarischen Wirtschaftsmodells wie das der Genossenschaft zu diskutieren. Wir waren begeistert vom großen Interesse der Zuhörer und verschiedener Berliner Initiativen. Teilgenommen haben Kunden von hessnatur und Mitglieder der hnGeno, Aktivisten der sozialen Ökonomie und viele Menschen, die sich mit dem Thema nachhaltiges Wirtschaften beschäftigen.

Spannend war auch der Vortrag, den Johannes Mosmann vom Institut für soziale Dreigliederung gehalten hat. Er referierte über mögliche Kommunikationswege zwischen Konsumenten und Produzenten. Sein Resümee: Jeder Mensch ist gleichzeitig immer Konsument und Produzent. Konsumenten und Produzenten müssen mehr miteinander kommunizieren, um besser einschätzen zu können, welche Bedürfnisse existieren. Das wollen wir in Zukunft auch verstärkt in die hnGeno einbringen – aktive und offene Informationspolitik, um alle Mitglieder der Genossenschaft direkt „abzuholen“ und zu informieren. Auch wenn es in der jetzigen Phase, wenn es um unsere Offerten an die Eigentümer von hessnatur geht, auch nicht immer möglich sein wird, über bestimmte Dinge zu berichten – wir sind jederzeit ansprechbar und offen für Fragen und Rückmeldungen. Eine Anregung – die Diskussionsmöglichkeit und der Austausch von Mitgliedern und Interessierten auf unserer Website – haben wir mitgenommen und werden überlegen, wie wir diese umsetzen können.

Von Seiten des Plenums wurde hinterfragt, warum es keine Reaktion auf den Verkaufsprozess seitens hessnatur gebe und warum der Eigentümer nicht einfach an die hnGeno verkaufe? – Fragen, die der Vorstand der hnGeno auch nicht beantworten konnte. Das liegt daran, dass zum einen das Unternehmen hessnatur und die Genossenschaft hnGeno zwei verschiedene, eigenständige Organisationen sind; zum anderen, weil der Verkäufer von hessnatur – der KQMT – den Verkaufsprozess gesteuert hat und die hnGeno darauf keinen Einfluss nehmen kann.

Ein Ergebnis des Forums: Die Gründung einer Initiative von Bürgern, um in Berlin die hnGeno bekannter zu machen und den Verkauf von hessnatur an die Genossenschaft zu unterstützen – was uns natürlich sehr freut. Einstimmiges Feedback der Teilnehmer war, dass die hnGeno die einzige Chance zur Weiterentwicklung von hessnatur ist. Alle Zuhörer waren begeistert, wie weit wir mit unserer Initiative bislang gekommen sind!

Walter Strasheim-Weitz, Vorstand hnGeno

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4 Antworten auf hnGeno beim Sozialwissenschaftlichen Forum in Berlin

  1. Goetz Lindner sagt:

    Guten Abend,
    wie kommt man an den erwähnten Newsletter? Er müsste ja schon eine Weile raus sein. Vielleicht gibt es ja Aktivitäten die nicht der Geheimhaltung unterliegen. z.B. ob überhaupt verhandelt wird? Wenn nicht wann? Gibt es Möglichkeiten sich einzubringen jenseits dessen, dass man weiteres Geld eingibt oder dafür wirbt?
    Mit freundlichem Gruß G.Lindner
    PS Ich frage nicht nur aus Neugierde, ich bin Mitglied.

    • hnGeno sagt:

      Lieber Goetz Lindner,
      wir sind weiterhin in Gesprächen mit unseren Partnern und Banken und bleiben am Ball, da hessnatur weiterhin verkauft werden soll und wir nach wie vor von der Weiterführung als Genossenschaft überzeugt sind. Unsere Finanzierung steht, unser Konzept steht, der Eigentümer, der hessnatur verkaufen will bzw. muss, muss jetzt weiterhin überzeugt werden, dass hessnatur in die Hände von Kunden, Mitarbeitern, Lieferanten und nachhaltig gesonnenen Menschen gehört. Aus diesem Grund findet am 17. Dezember auch eine Demo in Düsseldorf beim Eigentümer KQMT statt, Infos dazu gibt es im neuen Blogbeitrag.

  2. Sebastian sagt:

    Also, ich finde, alle 4-5 Wochen könnten hier schon mal aktuelle Informationen stehen, schließlich haben viele bereitwillig Genossenschaftskapital eingezahlt.
    Gibt es noch Gespräche? Ist der Plan gescheitert, hessnatur in eine Genossenschaft zu überführen? Die Zeit drängt: Am 31.12.2011 muss das eingezahlte Kapital zurückgezahlt werden, falls es nicht zur Gründung kommt.
    Kurz und gut: Auch wenn mir klar ist, dass keine vertraulichen Informationen ausgebreitet werden dürfen – ich wüsste gerne mehr über den Stand der Dinge und den weiteren Fortgang.

    • hnGeno sagt:

      Hallo Sebastian,
      Danke für Deine Rückmeldung. Die Rückzahlung zum 31.12. dieses Jahres ist nicht im Rahmen der Treugeberschaft vorgesehen – wenn die hnGeno früher vom hessnatur-Kauf Abstand genommen hätte, wären die gezahlten Beträge von der Treuhänderin wie vertraglich festgelegt auch wieder rückabgewickelt worden.
      Wir würden seitens des Vorstands auch gerne mehr berichten, sind gleichwohl im Zuge unserer Gespräche auf Vertraulichkeit angewiesen. Was die Entwicklungen der vergangenen Wochen nach unserem letzten Blog und dem letzten Newsletter angeht, sind wir guter Dinge und gehen zusammen mit unserer Traugeberin, Partnern und tausenden von Mitgliedern gestärkt in die nächsten Wochen. Dazu werden wir in den nächsten Tagen auch in einem neuen Newsletter und einem neuen Beitrag hier auf der Website informieren.
      Sollten weitere Fragen bestehen, freuen wir uns über eine E-Mail an info@hnGeno.de.

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