Volksbank Butzbach unterstützt hnGeno

Die Volksbank Butzbach unterstützt die hnGeno in ihrem Vorhaben, hessnatur zu kaufen und als Genossenschaft weiterzuführen, indem sie als Mitglied der hnGeno eG beigetreten ist.

Im Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 blickt die Genossenschaftsidee auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurück. “Nicht der Staat ist es, der Großes möglich macht, sondern die Selbsthilfe seiner Bürger”, betonen die beiden Vorstandsmitglieder der Volksbank Butzbach eG, Thomas Köhler und Ralf Krause: “Genossenschaften sind ein Gewinn für alle.”

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hnGeno-Workshop beim Karmakonsum Greencamp am 1. Juni in Frankfurt

Am Freitag, 1. Juni findet mit dem so genannten “Greencamp” der Kreativ- und Innovationstag der diesjährigen Karmakonsum-Konferenz statt. Das Thema ist in diesem Jahr “Ökonomie und Gemeinwohl”. Die Konferenz selbst ist am Donnerstag, 31. Mai und hat Fachtagungscharakter; das Greencamp einen Tag später ist ein offenes basisdemokratisches Format, bei dem die Inhalte von den Teilnehmern bestimmt werden. Auch die hnGeno ist dabei und bietet einen Workshop zum Thema “Weiterführung von hessnatur als Genossenschaft” an. Veranstaltungsort des Greencamps ist wie in den Vorjahren der Ludwig-Erhard-Saal der Frankfurter Börse, anmelden kann man sich hier übers Internet.

Walter Strasheim-Weitz, Vorstand hnGeno, wird den Workshop am 1. Juni leiten. Er lädt ein zum Diskutieren des genossenschaftlichen Modells – 2012 ist das UN-Jahr der Genossenschaften -, reflektiert Herausforderungen von Genossenschaftsgründungen und Unternehmenskäufen und entwickelt im Dialog mit den Teilnehmer Ideen für die Zukunft von hessnatur als Genossenschaft.

Seit 2011 setzt sich die hnGeno für die Übernahme des Naturmode-Pioniers hessnatur und dessen Weiterführung als Genossenschaft ein. hessnatur gehört zum insolventen Arcandor-Konzern und soll in diesem Jahr den Eigentümer wechseln. Der aktuelle Eigentümer, der KarstadtQuelle Mitarbeiter-Trust (KQMT), hat in Presseberichten einen Verkauf ab April 2012 angekündigt. Bereits Ende 2010 sollte hessnatur verkauft werden, und zwar an den Private Equity-Fonds Carlyle, der auch in Rüstungsgeschäften aktiv ist. Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten protestierten, der Verkaufsprozess wurde gestoppt. Der Zuspruch der hnGeno wächst seitdem ungebrochen. Die Genossenschaft sieht sich als idealen Käufer, um hessnatur aus rein profit-orientierten und rendite-getriebenen Strukturen zu befreien, ganzheitlich nachhaltig aufzustellen und in enger Kommunikation und Zusammenarbeit mit der hessnatur-Community zu führen.

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SWR berichtet heute Abend über hessnatur

Das Naturmagazin „Im Grünen“ berichtet am heutigen Dienstag Abend, 3. April um 18.10 Uhr im SWR-Fernsehen über Biomodelabel und dabei auch über hessnatur und den Verkauf. Dabei kommen auch die hnGeno-Vorstande Walter Strasheim-Weitz und Christina Pöttner zu Wort. Der Beitrag kann hier online angeschaut werden.

 

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Ein Jahr hnGeno

Auf den Tag genau vor einem Jahr  – am 17. März 2011 – wurde die hnGeno zur Übernahme und Weiterführung von hessnatur als Genossenschaft offiziell gegründet.
Viel ist passiert in den vergangenen 365 Tagen, vieles haben wir zusammen mit zahlreichen Mitstreitern bewegt, was uns unserem gemeinsamen Ziel immer näher gebracht hat. Auch wenn wir noch nicht durchs Ziel gelaufen sind, sind wir – übrigens im diesjährigen Jahr der Genossenschaften der Vereinten Nationen – fest davon überzeugt, dass wir neuer Eigentümer von hessnatur werden können. Zusammen mit Mitarbeitern, tausenden Kunden und anderen nachhaltig ausgerichteten Menschen, die bereits Mitglied der hnGeno sind.

Zum Jahrestag der hnGeno-Gründung wollen wir einen Blick ins Nachbarland Schweiz werfen: Die Schweizer haben das Modell Genossenschaft quasi als Land „gepachtet“: So heißt die Schweiz ja korrekt Schweizerische Eidgenossenschaft. In der Schweiz gibt es aktuell rund 13.000 Genossenschaften – zwei von ihnen sind Großverteiler in allen Bereichen von Lebensmittel über Dinge des täglichen Bedarfs bis zu Elektronik sowie Bau- und Gartenfachmärkten. Die Raiffeisenbanken haben 1,7 Million Genossenschaftler und sind die drittgrößte Bankengruppe in der Schweiz.

Was ist das Besonders an einer Genossenschaft? Eine Genossenschaft verteilt die Gewinne nicht an Kapitalgeber und sozialisiert die Verluste, vielmehr sozialisieren sie die Gewinne und tragen die Verluste – sollte es solche geben – selber. Die Gier hat in Genossenschaften keinen Boden, in der Genossenschaft ist das Kapital und dessen Rendite nicht der alles dominierende Faktor. Und: Genossenschaften sind vor Übernahmen und Verkäufen abgesichert – ein „Durchreichen“ von einem Investor zum nächsten ist nahezu ausgeschlossen. Damit haben Genossenschaften ganz andere, nämlich nachhaltigere und damit bessere Entwicklungsmöglichkeiten.

Der genossenschaftliche Gedanke, das genossenschaftliche Modell macht also gerade für Marken mit nachhaltiger Ausrichtung absolut Sinn. So ist es also zu hoffen, dass immer mehr Unternehmen diese Rechtsform anstreben – vor allem aber, dass es uns gelingt, für hessnatur die Form der Genossenschaft zu erreichen.

Wir freuen uns über weitere Mitstreiter, die Mitglied in der hnGeno werden, unsere Arbeit unterstützen oder einfach für unser Anliegen werben und in ihrem Umfeld und sozialen Netzwerken darauf aufmerksam machen, dass es uns gibt – und was vor vorhaben!

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Verkaufsprozess für hessnatur ab April 2012

Liebe Freunde und Mitglieder der hnGeno,

auch wenn der Verkauf von hessnatur im vergangenen Jahr vom Karstadt Quelle Mitarbeiter-Trust (KQMT) gestoppt wurde, rechnen wir uns sehr gute Chancen aus, jetzt im neuen Verkaufsprozess den Zuschlag für hessnatur zu bekommen. Denn die hessnatur-Managementholding Primondo Speciality Group (PSG) wird, so ihre Ankündigung in der Presse, den Verkauf des Ökomodelabels im 2. Quartal 2012, sprich ab April, wieder aufnehmen.

Wie im vergangenen Newsletter bereits angekündigt, waren wir in den vergangenen Monaten aktiv, haben ein integratives Nachhaltigkeitskonzept für hessnaturals Genossenschaft entwickelt und gemeinsam mit unserem strategischen Partner (den wir in Kürze öffentlich vorstellen werden) die Finanzierung für den Kauf von hessnatur auf lange Sicht sichergestellt, um im neuen Verkaufsprozess schnell und zielsicher agieren zu können.

Wie Sie sich vielleicht erinnern, hat die PSG der hnGeno im Zuge des Verkaufsprozesses im vergangenen Jahr eine mangelnde Finanzierung vorgeworfen. Dem war seinerzeit nicht so. Um dieses aus unserer Sicht fadenscheinige Argument zu entkräften, werden wir uns im neuen Anlauf zusammen mit unserem Partner ganz klar als solvente Genossenschaft positionieren.

Den neuen Verkaufsprozess wollen wiröffentlichkeitswirksam begleiten – sofern dies selbstverständlich im Rahmen der Verhandlungen und Gespräche mit dem Eigentümer möglich ist. Dafürhaben wir unser Kommunikationskonzept neu abgestimmt und werden passend zum diesjährigen UN-Jahr der Genossenschaften in Interviews und Pressegesprächen die Vorteile der Geschäftsform der Genossenschaft, unsere Strategie für die Weiterführung und -entwicklung von hessnatur als auch unsere finanzielle Basis transparent machen.

Auch Sie können und sollen in unserer Kommunikationweiterhin eine wichtige Rolle spielen: In Zukunft werden wir Sie regelmäßig einmal pro Monat über den aktuellen Stand informieren. Was uns sehr freut: Eine Initiative von Berliner hessnatur-Kunden sammelt unter der Internetadresse www.wir-sind-die-konsumenten.de Stimmen aus der Community, die sich zu Einkäufen bei hessnatur bereit erklären – wenn die Genossenschaft das Unternehmen übernimmt und damit eine nachhaltige Weiterführung und Weiterentwicklung garantiert ist. Und das vor allem, ohne dass der Jahresgewinn in Konzernkassen gespült wird. Beteiligen auch Sie sich und signalisieren Sie damit dem Verkäufer bzw. auch möglichen anderen interessierten Finanzinvestoren, dass hessnatur einzig und allein mit dem Geld seiner Community erfolgreich ist. Damit wird ein Verkauf von hessnatur an andere Investoren weiter unwahrscheinlicher.

Jeder andere potenzielle Käufer wird hessnatur reinprofit-orientiert führen. Aktuell erleben wir einen Paradigmen-Wechsel in der Wirtschaft. Rendite um jeden Preis ist und kann nicht nachhaltig sein. Natürlich wird auch die Genossenschaft wirtschaftlich arbeiten:Das Konzept sieht vor, die strengen ökologischen und sozialen Standards von hessnatur beizubehalten, die Nachhaltigkeitsansätze gleichwohl weiter auszubauenund dabei immer ökonomisch zu handeln. Unter der Konzernregie von Arcandor ist das in der Form nicht möglich gewesen, wie es jetzt die hnGeno vorhat. In dieser Hinsicht arbeiten wir bereits an einem Stiftungskonzept zur nachhaltigen Etablierung weiterer Projekte in der Wertschöpfungskette. Zusammen mit unserem strategischen Partner haben wir auch die Gemeinwohlökonomie-Matrix in unsere Genossenschaftsverträge aufgenommen, die wir Ihnen im kommenden Newsletter vorstellen möchten.

Wichtig ist noch einmal festzuhalten, dass hessnatur verkauft werden wird. Dies steht außer Frage, denn der KQMT als Eigentümer braucht das Geld vom Verkauf, um weiterhin Betriebsrenten an die Karstadt-Pensionäre zahlen zu können., wie bereits in der Presse vom Juni letzten Jahres zu lesen war.Deswegen wird hessnatur einen neuen Eigentümer bekommen.

Wir von der hnGeno sehen uns weiterhin als der einzig ernstzunehmende Kaufinteressent, und wissen, dass die Kunden einen Kauf seitens der Genossenschaftwollen. Unterstützen Sie uns weiter in unserem Vorhaben, empfehlen Sie unsere Internet- und Facebookseite und werben Sie für Anteile an der Genossenschaft. Wir freuen uns über den Zuwachs an Mitglieder in den vergangenen Wochen und Monaten.

Vielen Dank für Ihre Treue und Unterstützung!

Herzliche Grüße,

Walter Strasheim-Weitz Christina Poettner Dagmar Embshoff
- Vorstand der hnGeno -

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Pressemitteilung: Kunden von hessnatur bekennen öffentlich ihren „Konsumentenstandpunkt“ – Eine neue Form der Bürgerbeteiligung?

Berlin – Im Auftrag einiger Kunden von hessnatur haben zwei Berliner eine Webseite eingerichtet, über die Kunden dem Unternehmen ihren „Konsumentstandpunkt“ mitteilen können: Ihre Meinung zu dem geplanten Verkauf des Unternehmens, und vor allem ihr zukünftiges Konsumverhalten in Bezug auf dessen Produkte. Hintergrund ist die Gründung der Genossenschaft hnGeno durch Arbeiter und Kunden von hessnatur, um den geplanten Verkauf an die Private-Equity-Gesellschaft Carlyle zu verhindern. Durch die Artikulation der eigenen Kaufabsicht über die Webseite wir-sind-die-konsumenten.de wollen Kunden deutlich machen, dass die hnGeno mit der Treue ihrer Kunden rechnen darf, sollte sie das Unternehmen kaufen dürfen, und dass bei einer Fair-Trade-Marke diese Kundentreue nicht auf jeden beliebigen Eigentümer übertragen werden kann. Es ist nicht auszuschliessen, dass eine umfassende Bekanntmachung der Kundenwünsche einen Einfluss auf die Verkaufsverhandlungen haben wird, da der Wert eines Unternehmens entscheidend von seinen Kunden abhängt.

http://wir-sind-die-konsumenten.de/

Pressekontakt:
Johannes Mosmann/Andreas Schurack
Liegnitzer Straße 15
10999 Berlin
Email: info@wir-sind-die-konsumenten.de

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Genossenschaft statt Spekulanten

“Genossenschaft statt Spekulanten – hessnatur an die hnGeno” – Unter diesem Motto zogen am vergangenen Samstag Kunden, Mitglieder der Genossenschaft hnGeno, Mitarbeiter, Betriebsrat sowie Vertreter von Attac und des Bündnisses “Betriebe in Belegschaftshand” vor den Düsseldorfer Sitz des KarstadtQuelle Mitarbeiter Trusts. (KQMT). Der KQMT ist der Eigentümer von hessnatur.

Am Jahrestag der letzten Demonstration, gegen eine Übernahme vom Rüstungsinvestor Carlyle, wurde daran erinnert, dass das Engagement für eine nachhaltige Zukunft von hessnatur alles andere als eingeschlafen ist. “Wir fordern nach wie vor den Verkauf von hessnatur an die hnGeno, im Interesse aller Kunden und Mitarbeiter”, bekräftigte Walter Strasheim-Weitz, Betriebsratsvorsitzender von hessnatur und hnGeno-Vorstand.

Die Beteiligten an der Demonstration ließen ihre Forderungen und Emotionen auf einem Großplakat an der Eingangstür des KQMT zurück: „Die beste Lösung für alle: Verkauf an hnGeno!“, „Wir Kunden haben hessnatur groß gemacht. Wir lassen uns nicht verschieben wie Melkvieh“, „Genossenschaften, die Zukunft des nachhaltigen Wirtschaftens“

Nach einer kurzen Kundgebung ging es weiter in Richtung Düsseldorfer Innenstadt: Dabei verteilten die hnGeno-Aktiven „Gute Gedanken“ und Spekulatius.

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Demo in Düsseldorf am 17.12.: „hessnatur an die hnGeno“

Am 17 Dezember 2010 haben Attac, hessnatur-Kunden und –Mitarbeiter in Butzbach gegen den geplanten Verkauf des Ökomodelabels an den Rüstungsinvestor Carlyle demonstriert. Mit großem Erfolg: Carlyle hat sich öffentlich zurückgezogen und andere rein Rendite-orientierte Private Equity Fonds ebenso. Die Gründung der hnGeno eG durch Betriebsrat, Kunden, Mitarbeiter und nachhaltig interessierten Menschen sowie ihre öffentliche und ernsthafte Kaufabsicht hat ebenso einiges dazu beigetragen.

Doch wir sind noch nicht am Ziel: Am Samstag, 17. Dezember 2011 – dem Jahrestag der Demo gegen Carlyle – wollen wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern, dem hessnatur-Betriebsrat, Mitarbeitern, Kunden, Attac und dem Kampagnen-Bündnis „Betriebe in Belegschaft“ den hessnatur-Eigentümer KQMT dazu auffordern, hessnatur endlich an die Genossenschaft zu verkaufen! Die Community darf nicht länger im Unklaren gelassen werden über die Zukunft des Unternehmens, dem im Januar 2012 zudem eine Veränderung des Managements ins Haus steht, da ein zweiter Geschäftsführer seitens der Management-Holding Primondo Speciality Group (PSG) bestellt wurde.

Kommen auch Sie nach Düsseldorf und demonstrieren Sie mit uns unter dem Motto “hessnatur an die hnGeno!”. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr vor dem Eingang des Hauptbahnhofs in Düsseldorf. Von dort geht es zum hessnatur-Eigentümer, dem KarstadtQuelle Mitarbeiter Trust e.V. (KQMT) und dann über den Weihnachtsmarkt zurück zum Bahnhof.

Wir wissen, dass ein Verkauf nach wie vor geplant ist. Rein finanziell interessierte Investoren wurden offenbar nachhaltig abgeschreckt, wärend die hnGeno nach wie vor bereit ist und die Mittel hat, um hessnatur zu kaufen.

Zeigen auch Sie dem Verkäufer ihre Meinung und kommen sie am 17. Dezember mit uns nach Düsseldorf!

Herzliche Grüße,
Walter Strasheim-Weitz     Christina Pöttner     Dagmar Embshoff

P.S.: 2012 ist übrigens das UN-Jahr der Genossenschaft (“coopsyear”). Vorurteile gegenüber Genossenschaften sind von gestern, denn Kooperativen stehen für demokratisches und nachhaltiges Wirtschaften!

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Neues von der hnGeno – es geht weiter!

Heute wollen wir Sie auf den neuesten Stand bringen – es ist viel passiert in den vergangenen Wochen.

Angebot und Verkaufsprozess

Wie angekündigt haben wir dem Eigentümer von hessnatur, dem Karstadt Quelle Mitarbeiter Trust (KQMT), zum Kauf des Unternehmens ein Angebot unterbreitet. Leider erhielten wir auch auf mehrfache Anfragen keinerlei Rückmeldung hierauf. Seitens der Primondo Speciality Group (PSG), die hessnatur für den Eigentümer managt, wurde in den Presseberichten zum hessnatur-Geschäftsjahr bekundet, dass der Verkauf nicht im 1. Quartal 2012 stattfinden werde – das können wir seitens der Gespräche weder bestätigen noch dementieren. Erinnern Sie sich: Im Frühjahr dieses Jahres wurde in der Presse angekündigt, dass es in absehbarer Zeit keinen Verkauf geben werde. Dann sollte hessnatur bis Juni plötzlich den Besitzer wechseln und der Verkaufsprozess schnell abgewickelt werden. Ankündigungen von möglichen Zeitfenstern für den Verkauf sind demnach mit kritischem Abstand zu betrachten. Daher von unserer Seite die große Bitte: Zeigen Sie, dass die hnGeno jederzeit und immer ihr Ziel, hessnatur zu kaufen, verfolgen wird!

Unser Engagement und der große Rückhalt der Community seit Bekanntwerden der möglichen Carlyle-Übernahme haben bislang alle Investoren vor einem Kauf von hessnatur abgehalten. Die Werte, die Konzepte und die nur als Genossenschaft mögliche, nachhaltige Fortführung von hessnatur als die Weiterentwicklung des Unternehmens, kann kein anderer als die hnGeno bieten.

Dem KQMT ist dies offenbar noch nicht klar geworden, obwohl er für die Ausschüttung der Karstadt-Betriebsrenten auf solvente Mittel angewiesen sein dürfte und nach eigenen Angaben verkaufen muss. Hier wird die hnGeno ihre Übernahmeabsichten weiterhin mit Ihrer Hilfe untermauern.

Neuer Strategischer Partner

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir im Zuge unserer laufenden Gespräche in den vergangenen Monaten einen strategischen Partner gefunden haben, mit dem wir den Weg des Kaufes von hessnatur und den Ausbau einer nachhaltigen Gemeinwohlstrategie bei hessnatur gehen können. Genauere Informationen hierzu folgen in den kommenden Wochen. Von unseren Fremdkapitalgebern erhalten wir nach wie vor Unterstützung. Sie alle glauben weiterhin an den Erfolg der Genossenschaft! Wir werden dem hessnatur-Eigentümer daher in Kürze ein neues finanzbestätigtes Angebot überreichen. Die Ankündigung hierzu geht in den nächsten Tagen an den Eigentümer.

hessnatur-Geschäftsjahr

Zwischenzeitlich gab es im hessnatur-Umfeld auch interessante Neuigkeiten: Es wurde ein beachtliches Ergebnis erzielt und der Gewinn nach Medienberichten nahezu verdoppelt. Allerdings fließt dieser Gewinn nicht dem Unternehmen zu, sondern der PSG als Management-Organisation von hessnatur bzw. dem eingetragenen Eigentümer, dem KQMT. Im Zuge der Übernahme von hessnatur durch die hnGeno wären Unternehmensgewinne zweifelsfrei Mittel, die der Genossenschaft und dem gezielten Fördern von nachhaltigen Projekten zur Verfügung stünden – und nicht in Kassen von Konzernen abwandern würden.

Aufruf zur Demonstration

Um hier ein Zeichen zu setzen und die Forderung des hessnatur-Verkaufs an die Genossenschaft zu unterstreichen, wollen wir am Samstag, 17. Dezember, dem „Jahrestag“ des Antrittes gegen einen Private Equity Investor, dessen Hauptbeteiligungen im Rüstungsgeschäft liegen, erneut demonstrieren – und zwar vor der Zentrale des KQMT in Düsseldorf, dem eigentlichen Eigentümer von hessnatur. Seien Sie auch bei der Aktion am 17. Dezember dabei! Treffpunkt für alle, die sich für den Verkauf von hessnatur an die hnGeno und konsequente Weiterführung als Genossenschaft einsetzen wollen, ist an diesem Tag um 11.30 Uhr am Eingang des Düsseldorfer Hauptbahnhofs.

Dankeschön!

Wir danken allen für die geleistete Unterstützung und hoffen weiterhin auf einen großen gemeinschaftlichen Erfolg. Die Beteiligung und auch E-Mails und Briefe von Mitgliedern ermutigen und stärken uns! Einer möglichen Taktik, auf Zeit zu spielen und nicht an die hnGeno zu verkaufen, wird sich der hnGeno-Vorstand nicht beugen: Solange die hnGeno aktiv ist, wird sich kein Investor an den Kauf des Unternehmens wagen.
Walter Strasheim-Weitz, Christina Pöttner
– Vorstand hnGeno eG -

P.S. Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Der Magistrat der hessnatur-Heimatstadt Butzbach hat ebenfalls Anteile an der hnGeno gezeichnet, wie der Presse zu entnehmen war. Vielleicht kennen auch Sie noch weitere Kunden, Menschen und Institutionen, die das Ziel der hnGeno mittragen und unterstützen? Empfehlen Sie die Genossenschaft weiter!

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hnGeno beim Sozialwissenschaftlichen Forum in Berlin

hnGenoAm vergangen Samstag waren wir beim Sozialwissenschaftlichen Forum in Berlin eingeladen, um hier den Werdegang der hnGeno vorzustellen und mit dem Publikum die Möglichkeiten eines solidarischen Wirtschaftsmodells wie das der Genossenschaft zu diskutieren. Wir waren begeistert vom großen Interesse der Zuhörer und verschiedener Berliner Initiativen. Teilgenommen haben Kunden von hessnatur und Mitglieder der hnGeno, Aktivisten der sozialen Ökonomie und viele Menschen, die sich mit dem Thema nachhaltiges Wirtschaften beschäftigen.

Spannend war auch der Vortrag, den Johannes Mosmann vom Institut für soziale Dreigliederung gehalten hat. Er referierte über mögliche Kommunikationswege zwischen Konsumenten und Produzenten. Sein Resümee: Jeder Mensch ist gleichzeitig immer Konsument und Produzent. Konsumenten und Produzenten müssen mehr miteinander kommunizieren, um besser einschätzen zu können, welche Bedürfnisse existieren. Das wollen wir in Zukunft auch verstärkt in die hnGeno einbringen – aktive und offene Informationspolitik, um alle Mitglieder der Genossenschaft direkt „abzuholen“ und zu informieren. Auch wenn es in der jetzigen Phase, wenn es um unsere Offerten an die Eigentümer von hessnatur geht, auch nicht immer möglich sein wird, über bestimmte Dinge zu berichten – wir sind jederzeit ansprechbar und offen für Fragen und Rückmeldungen. Eine Anregung – die Diskussionsmöglichkeit und der Austausch von Mitgliedern und Interessierten auf unserer Website – haben wir mitgenommen und werden überlegen, wie wir diese umsetzen können.

Von Seiten des Plenums wurde hinterfragt, warum es keine Reaktion auf den Verkaufsprozess seitens hessnatur gebe und warum der Eigentümer nicht einfach an die hnGeno verkaufe? – Fragen, die der Vorstand der hnGeno auch nicht beantworten konnte. Das liegt daran, dass zum einen das Unternehmen hessnatur und die Genossenschaft hnGeno zwei verschiedene, eigenständige Organisationen sind; zum anderen, weil der Verkäufer von hessnatur – der KQMT – den Verkaufsprozess gesteuert hat und die hnGeno darauf keinen Einfluss nehmen kann.

Ein Ergebnis des Forums: Die Gründung einer Initiative von Bürgern, um in Berlin die hnGeno bekannter zu machen und den Verkauf von hessnatur an die Genossenschaft zu unterstützen – was uns natürlich sehr freut. Einstimmiges Feedback der Teilnehmer war, dass die hnGeno die einzige Chance zur Weiterentwicklung von hessnatur ist. Alle Zuhörer waren begeistert, wie weit wir mit unserer Initiative bislang gekommen sind!

Walter Strasheim-Weitz, Vorstand hnGeno

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