Persönlicher Abschied des Vorstandes

Liebe Treugeberinnen und Treugeber, liebe Freunde der hnGeno,

seit Sommer 2012 ist hessnatur im Besitz des Finanzinvestors Capvis und – dem Vernehmen einiger Presseveröffentlichungen nach – der hessnatur-Geschäftsführung um Marc Sommer, die ebenfalls an dem Versandhaus beteiligt sind. Im Dezember 2013 starteten wir einen letzten Versuch, hessnatur zu kaufen. Leider erhielten wir auf unser Kaufersuchen bis heute keine Antwort. Deshalb gehen wir jetzt davon aus, dass der Eigentümer Capvis, unter normalen Bedingungen und absehbarer Zeit, keinen Verkauf an die hnGeno eG durchführen wird.

Ein weiteres Angebot werden wir nicht abgeben.

Das Unternehmen, das spätestens in vier Jahren von Capvis verkauft wird, ist bzw. wird auf eine Weise verändert, dass es für eine Genossenschaft mit den Zielen der hnGeno keinen Wert mehr darstellt.

Seit der Übernahme verfolgten wir das Vorgehen der jetzigen Geschäftsführung, hielten Kontakt sowohl mit Lieferanten des Unternehmens und der Presse als auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von hessnatur. Die für uns ersichtliche rückläufige Entwicklung bei hessnatur ließ uns annehmen, dass der Eigentümer zwischenzeitlich seine Meinung hinsichtlich eines Verkaufs an die Genossenschaft geändert haben müsste. Doch dies ist leider nicht so.

Wir haben deshalb nun die Treuhänderin GenoEquity eG gebeten, die Treuhandgelder an Sie als Treugeber zurück zu überweisen, die Rückzahlung wird nach deren Aussagen bis Ende März erfolgen. Über die weitere Entwicklung der Genossenschaft hnGeno eG wird eine Hauptversammlung im April/Mai diesen Jahres entscheiden.

Den Wunsch vieler Treugeber, ein Konkurrenzunternehmen zu hessnatur aufzubauen, haben wir gründlich geprüft. Schweren Herzens mussten wir jedoch feststellen, dass insbesondere juristische Hürden eine direkte Konkurrenz wenig Erfolg versprechend erscheinen lassen. Zudem würde das Eingehen des grundsätzlichen Risikos jeder Neugründung nicht dem Vertrauen entsprechen, das Sie in uns gesetzt haben – das Mandat galt konkret der Übernahme und der verantwortungsvollen Weiterführung von hessnatur.

Noch ein persönliches Wort von mir: Durch mein Ausscheiden bei hessnatur zum 31. März 2013, die Gespräche um die vielen Sorgen der hessnatur-Mitarbeiter, das gerichtliche Verfahren gegen wir-sind-die-konsumenten.de habe ich persönlich lange gelitten und viel Zeit gebraucht, um mich neu auszurichten und ein neues Lebenskapitel aufzuschlagen. Dieser Prozess hat viel Zeit und Kraft gekostet.

Die Ziele und Ideale der hnGeno werde ich nun persönlich an anderer Stelle weiterverfolgen.

Seit Oktober 2013 arbeite ich ehrenamtlich mit der Hanffabrik Uckermark eG an möglichen Umsetzungskonzepten für eine textile Kette mit regionalen Bezug und ich bin zuversichtlich, hier in den nächsten Monaten erste Impulse für eine nachhaltige Textilproduktion starten zu können. Dort wird seit 1996 zertifizierter Hanf angebaut und bisher für natürliche Dämm- und Baumaterialen weiterverarbeitet. Den „ideellen Staffelstab“ der hnGeno eG möchte ich daher auch an Sie weitergeben, um eine Alternative zu hessnatur aufzubauen.
Informationen zur Hanffaser Uckermark eG finden Sie unter www.hanffaser.de oder natürlich über mich.

Die Veränderungen bei hessnatur und die offenbar rückläufige Geschäftsentwicklung verfolgen wir nach wie vor kritisch. Die geäußerten Sorgen hinsichtlich hessnatur, dass ein Private Equity Unternehmen wie Capvis auf Grund übertriebener Gewinnziele die sozialen Aspekte nicht einhält, dass der Verkauf von hessnatur – spätestens im Jahr 2018 – nur auf Grund von Gewinnmaximierung erfolgt und das der entstandene Vertrauensverlust das Unternehmen hessnatur auf Dauer schädigt, teilen wir uneingeschränkt weiter.

Wir sind stolz auf das, was wir alle geleistet haben. Das Ziel, hessnatur der Verantwortung der fähigen Mitarbeiter und langjährigen Kunden zu übergeben, um es im gemeinsamen Interesse für eine nachhaltige und solidarische Wirtschaft zu einem Vorzeige-Unternehmen aufzubauen, konnte zwar nicht erreicht werden. Ohne unsere Anstrengungen wäre die Übernahme des einstigen Öko-Pioniers durch einen Private-Equity-Fonds allerdings sicher weder von den Kunden, noch von der Öffentlichkeit überhaupt bemerkt worden. Jetzt sehen viele Menschen sehr genau hin, und wir sind überzeugt, dass aus diesem Grund die üblichen Mechanismen des Spekulationsgeschäfts nur verlangsamt ihre zerstörerische Wirkung entfalten können.

Ich möchte mich an dieser Stelle herzlich für Ihre Unterstützung und Ihre Ausdauer bedanken.

Sollten Sie an weiteren Informationen Interesse haben, oder einfach nur das Gespräch suchen, melden Sie sich gerne direkt bei mir (per E-Mail unter w.strasheimweitz@gmail.com, mobil unter 0157/80617891 oder privat unter 06033-411104).

Mit freundlichen Grüßen

Walter Strasheim-Weitz

 

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Newsletter vom 03.04.2013

Liebe Treugeberinnen und Treugeber,
zuerst müssen wir uns bei Ihnen Allen für etwas entschuldigen, für dass es eigentlich keine
richtige Entschuldigung gibt. Denn man kann nicht einfach Menschen, die die Idee, hessnatur zu kaufen bereits so lange unterstützen, ohne Informationen im Dunkeln belassen.
Aber es ist einfach so viel passiert. So viel musste überdacht, organisiert und besprochen
werden, dass wir von den Ereignissen überrollt wurden und unserer Pflicht, Sie zu informieren einfach nicht mehr nachkommen konnten. Handelnde Personen, die auch bei hessnatur beschäftigt sind und waren, mussten aus verantwortlichen Ämtern bei hnGeno eG zurücktreten; es gab viel aufzuarbeiten und zu entscheiden. Kurz gesagt, wir waren sehr mit uns selbst beschäftigt, vielleicht ein wenig zuviel. Dafür möchten wir uns in aller Form entschuldigen und Ihnen danken, vor allem dafür, dass so viele von Ihnen weiterhin zu uns und der Idee stehen.
Für ein besseres Verständnis und auch um unterschiedliche Aussagen in den Medien auf eine Linie zu bringen, möchten wir die Ereignisse der vergangenen zwei Jahre Revue passieren lassen.
Bitte begleiten Sie uns noch einmal auf dieser Reise:
Begonnen hat die Geschichte der hnGeno eG im Jahre 2011, nachdem Ende 2010 bekannt
wurde, dass das Private Equity Unternehmen Carlyle hessnatur kaufen wollte.
Carlyle hatte bereits aus der Insolvenzmasse der Arcandor AG sechs Schwesterfirmen der
hessnatur übernommen. Mitarbeiter, Kunden und unabhängige Institutionen wie Attac wehrten sich mit allen Mitteln gegen den Kauf durch ein Unternehmen, welches in Rüstungsgeschäfte verstrickt ist. Anfang 2011 trafen sich in Frankfurt Menschen aus diesen Gruppen, um Möglichkeiten zu erarbeiten, das Unternehmen hessnatur vor einem Verkauf an militärisch orientierte Private Equity Gesellschaften zu bewahren.
Die Idee der genossenschaftlichen Übernahme war geboren. 22 Gründerinnen und Gründer erarbeiteten die Rahmenbedingungen, um am 17.03.2011 die Genossenschaft hnGeno eG zu gründen.
Dann mussten viele Unterstützer gewonnen und Geld gesammelt werden, um das Ziel,
hessnatur zu kaufen, erreichen zu können. Um für weitere potenzielle Mitglieder das Risiko in die hnGeno eG einzutreten gering zu halten, wurde eine Treuhandlösung beschlossen. Einfach in kurzer Zeit einen Treuhänder zu finden, der nur für Zinsen arbeitet, war fast unmöglich. Über unseren Genossenschaftsverband wurden wir mit der GENO EQUITY eG zusammengebracht, die diese Aufgabe bis heute wahrnimmt und perfekt ausfüllt.
Von April bis Anfang Juni 2011 befanden wir uns dann urplötzlich in einem, offiziell eigentlich gar nicht stattfindenden, Ankaufsprozess von hessnatur. Hieran beteiligten sich große Unternehmen und Private Equity Gesellschaften, um das Unternehmen übernehmen zu können.
Wir mussten also gegen Gesellschaften antreten, die über sehr viel Geld und Erfahrung im
Bereich Unternehmenskauf verfügten, während die hnGeno eG gleichzeitig Mitglieder gewinnen und eine Bankenfinanzierung für ein eigenes Angebot auf die Beine stellen musste. Mit Hilfe der GENO EQUITY eG und dort namentlich mit Hilfe des Vorstands Frau Geisel, die ihr gesamtes Netzwerk aufbot, durch Ihr Engagement als Treugeber, durch weitere Unterstützer und Sympathisanten aber auch durch eine deutsche Großbank waren wir in der Lage, ein hervorragendes Angebot abzugeben, dass uns eigentlich ans Ziel hätte bringen müssen.
Wie Sie der Financial Times entnehmen konnten, hat die hnGeno eG 27,7 Mio Euro für das Unternehmen/Marke hessnatur geboten. Die Höhe des Kaufpreises wurde gemeinsam mit Fachleuten und unter Verwendung anerkannter Methoden ermittelt. Aufgrund der Zeitknappheit wurden diverse offene Fragen während des Bieterverfahrens vom Verkäufer nicht beantwortet, so dass in das Angebot übliche sogenannte Abzugsposten eingearbeitet wurden, die bei positiver Beantwortung auf den Kaufpreis erhöhend gewirkt hätten.
Am 16.06.2011 wurde die hnGeno eG aus dem Verkaufsprozess ausgeschlossen. Die
Information darüber wurde per Presse (Financial Times) an den Vorstand der hnGeno
herangetragen, nicht etwa per Mitteilung von Verkäuferseite.
Und dann kam es am 22.06.2011 überraschend zu einem Aussetzen des gesamten
Verkaufsprozesses von hess Natur. Es hieß, hessnatur solle nun doch nicht verkauft werden.
Gerade durch den Erfolg, dass hessnatur im Rahmen des Bieterverfahrens nun doch nicht
verkauft werden sollte, wurden Sie, liebe Treugeber/Innen, und das Team der hnGeno eG und die sie begleitenden Menschen beflügelt, weiter um das Unternehmen zu kämpfen.
Durch das Zusammenspiel von Veröffentlichungen und Vorträgen durch den ehrenamtlichen Vorstand der hnGeno eG und mit Ihrem Engagement wurde auf der einen Seite weiter Geld für den Kauf eingesammelt und auf der anderen Seite weitere Menschen motiviert, eigeninitiativ
tätig zu werden und uns auf diesem Wege begleitend zur Seite zu stehen. Hier hat sich
besonders die Initiative „Wir sind die Konsumenten“ als Kundenplattform hervorgetan.
Aufgrund der in der Presse geäußerten Verlautbarungen des Verkäufers gegen die hnGeno eG haben wir uns entschlossen, nach einem Partner zu suchen, der unsere Werte anerkennt und diese auch mitträgt.
Mit den uns begleitenden Menschen haben wir mögliche Partner gesucht, Auswahlen getroffen, viele Gespräche geführt. Am Ende wurde von uns die DIH als am besten passender Partner ausgewählt. Mit diesen Bemühungen war der Rest des Jahres 2011 vollständig ausgefüllt. In den intensiven, bis Mai 2012 dauernden Verhandlungen mit der DIH wurden die Ziele der hnGeno eG, wie der Arbeitsplatzerhalt bei hessnatur, die Ausrichtung für eine wahrhaft ökologische und soziale Produktion über die gesamte Wertschöpfungskette einschließlich der Definition nach der Gemeinwohlmatrix mit der DIH ausgearbeitet und festgeschrieben. Diese Verhandlungsergebnisse waren wesentliche Voraussetzung dafür, dass die DIH als Minderheitsgesellschafter in dem auch finanziell ausverhandelten und notariell abgeschlossenen Vertrag gemeinsam mit uns das Ziel einer 100%igen genossenschaftlichen Lösung in der Zukunft mitträgt.
Da die DIH vertrauensvolle, gute Kontakte zur KQMT, der Verkäuferin von hessnatur, hat,
waren wir guten Mutes, dass – trotz aller Aversionen des Verkäufers gegenüber dem
genossenschaftlichen Modell – eine Einigung über den Kauf von hessnatur auch mit Hilfe dieser Kontakte erzielt werden könnte.
Am 23.05.2012 wurde Detlev Hasselmann (KQMT) über die Kaufabsicht des Konsortiums
hnGeno/DIH durch DIH informiert. Es wurde vereinbart, dass das Konsortium ein
durchfinanziertes Angebot abgeben soll. Für uns mehr als überraschend wurde am 01.06.2012, also nur eine Woche nach unserer erneuten Kontaktaufnahme, in der Presse der Verkauf von hessnatur an die Private Equity Gesellschaft Capvis bekannt gegeben.
Somit war uns der Boden unter den Füßen weggezogen worden.
Dieses Verhalten des Verkäufers ist bis zum heutigen Tage von allen Beteiligten – vom
Vorstand über die DIH, den Banken und unseren Beratern – nicht nachvollziehbar. Dies
insbesondere, weil wir der Überzeugung waren, dass wir gemeinsam mit DIH einen sehr guten Kaufpreis geboten hätten.
Der Schock auch bei der Mitarbeiterschaft und den Kunden von hessnatur war groß. Über 150 Mitarbeiter von hessnatur schrieben in einem Brief an Capvis, dass sie vom Kauf zurücktreten sollen. Kunden und Beschäftigte von hessnatur befürchten unter der Führung eines Finanzinvestors einen Werteausverkauf und die maximale Profitorientierung eines zuvor ökologisch orientierten Unternehmens. Im Internet drohten Kunden mit einem Boykott. Die Entlassung des langjährigen Geschäftsführers Wolf Lüdge am 08.08.2012 ohne Nennung von Gründen führte zu weiteren Zweifeln an der Glaubwürdigkeit öffentlicher Aussagen von Capvis.
Mit Marc Sommer betrat dann auch noch ein im Fall Arcandor und im Verkaufsprozess
hessnatur bekannter Name das Spielfeld.
Da die hnGeno eG ihre Wurzeln in hessnatur begründet, hat sich diese ganze Aufregung und Unsicherheit auch auf die hnGeno eG ausgewirkt. Handelnde Personen der hnGeno konnten dieses Handeln nun nicht mehr mit einer Beschäftigung bei hessnatur vereinbaren.
Der neunköpfige Aufsichtsrat der hnGeno eG wurde verändert. Drei Aufsichtsratsmitglieder, die Mitarbeiter von Hess Natur sind, haben ihre Mandate niedergelegt. Insofern ungebundene Mitglieder sind nachgerückt.
Auch der Vorstand der hnGeno eG musste sich verändern. Bereits im Juni vergangenen Jahres musste sich Frau Christina Pöttner aufgrund einer schweren Erkrankung vom Vorstandsamt suspendieren lassen. Sie ist auf dem Weg der Besserung. Sie wird jedoch der hnGeno als Vorstand nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Aufsichtsrat hat Herrn Thomas Gückel als Vorstand bestellt.
Durch die Übernahme von hessnatur durch Capvis, der Implementierung von Herrn Sommer, aber auch aufgrund der Äußerungen von Ihnen, liebe Treugeber/Innen und Kunden von hessnatur, wurde die hnGeno eG vor eine weitere große Aufgabe gestellt. Der Ruf nach einer Alternative und der genossenschaftlichen Lösung hat uns veranlasst, im September 2012 eine Befragung durchzuführen. Im Ergebnis will die Mehrheit unserer Treugeber den Aufbau eines Alternativunternehmens unterstützen.
Darüber einerseits und über unser Ziel, hessnatur zu kaufen, andererseits haben wir intensiv nachgedacht und uns mit Experten und Mitstreitern beraten. Wir waren dabei hin- und hergerissen zwischen der Umsetzung einer genossenschaftlichen Alternativlösung und dem Umstand, dass damit eventuell Arbeitsplätze bei hessnatur gefährdet werden könnten.
Nach Abwägung aller Fakten, wobei die Tatsache, dass die hnGeno eG auf keinen Fall die
Arbeitsplätze der Menschen bei hessnatur gefährden will, eine besondere Rolle spielte und unter Berücksichtigung vieler weiterer Argumente haben wir letztendlich folgende Entscheidung fürden Weg der hnGeno in die Zukunft getroffen:Das Ziel der Genossenschaft war und ist der Kauf von hessnatur und dessen Ausbau zu einem
genossenschaftlichen geführten Vorzeigeunternehmen, bei dem ein sozial verträgliches,
ökonomisch und ökologisches Wirtschaften, Solidarität, Nachhaltigkeit und Sinnhaftigkeit die Basis darstellen soll. Diesen Weg wollen wir mit Ihnen gemeinsam weitergehen.
Wir sind uns sicher, dass es in absehbarer Zukunft wieder die Möglichkeit geben wird,
hessnatur zu erwerben. Entweder wir ergreifen die Initiative indem es uns gelingt , mit dem uns zur Verfügung gestellten Kapital ein nicht abzulehnendes Angebot abzugeben oder der jetzige Eigentümer tritt an uns heran, um doch noch den Verkauf an hnGeno eG durchzuführen.
Die hnGeno eG hat auf Ihrer Generalversammlung im März 2013 beschlossen, den Weg,
hessnatur zu kaufen, weiter zu gehen und als potentieller Käufer dem heutigen Eigentümer baldmöglichst wieder ein Angebot zu unterbreiten.
Für diesen Zweck müssen wir die hnGeno eG zukunftsfähig machen und bauen auf das
Fortdauern Ihrer Unterstützung. Hierzu erhalten Sie anschließend kurzfristig umfassende
Informationen. Versprochen!

Wir freuen uns auf die Zukunft mit Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Vorstand der hnGeno eG

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hnGeno schockiert über Freistellung von hessnatur-Geschäftsführer

Liebe Mitglieder und Freunde der hnGeno,

mit der nachfolgenden Pressemitteilung beziehen wir Stellung zu den aktuellen Geschehnissen bei hessnatur.

Die Genossenschaft hnGeno zur Weiterführung von hessnatur reagiert schockiert und besorgt über die plötzliche und unangekündigte Freistellung von hessnatur-Geschäftsführer Wolf Lüdge in der vergangenen Woche. „Wenn sich der Eigentümer  Capvis vor wenigen Wochen noch öffentlich in der Presse für eine Beständigkeit im hessnatur-Management und die Zusammenarbeit mit beiden Geschäftsführern ausspricht und Capvis-Partner Marc Battenfeld auf der Website des Schweizer Investors mit dem Satz „Wir stehen für Fairness und Respekt. Nehmen Sie uns beim Wort“ wirbt, dann scheint das offenbar nicht mehr als ein Lippenbekenntnis zu sein“, teilt die hnGeno-Aufsichtsratsvorsitzende Andrea Rothkegel in einer Pressemitteilung mit.

Dass ein langjähriger und verdienter Geschäftsführer von heute auf morgen ohne Angabe von Gründen das Haus verlassen müsse, sei alles andere als nachvollziehbar – ebenso wenig wie die Einberufung von Ex-Arcandor-Vorstand Marc Sommer, der von Capvis gegenüber den Mitarbeitern im Juni nur als Berater kommuniziert worden sei, als kommissarischer Geschäftsführer in der Nachfolge von Wolf Lüdge.

„Wir erhalten Anfragen von Treugebern, die die mangelnde Transparenz bei hessnatur und das Verschweigen von Gründen beklagen, was die Freistellung von Wolf Lüdge angeht“, erklärt Barbara Geisel, Vorstandsvorsitzende der GENO EQUITY eG, die als Treuhänderin für die hnGeno fungiert. Die stark zunehmenden kritischen Äußerungen von hessnatur-Kunden auf der Berliner Kunden-Internetseite „wir-sind-die-konsumenten.de“ beobachte man ebenfalls besorgt, ergänzt Aufsichtsratsvorsitzende Andrea Rothkegel.

Die Geschehnisse bei hessnatur werde man im Auge behalten. „Wir sehen uns als kritischer Wächter eines nachhaltigen Unternehmens, mit dem Rückhalt zahlreicher Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter. Das Wohl der Letztgenannten liegt uns besonders am Herzen, da das Thema Arbeitsplatzsicherung ein integraler Bestandteil des Genossenschaftskonzepts ist“, so Andrea Rothkegel. Deswegen hoffe man bei der Genossenschaft, dass die seitens Capvis im Juni auf einer Mitarbeiterversammlung anvisierten Arbeitsplatzgarantien eingehalten werden würden. Die Genossenschaft hnGeno und ihr Partner DIH würden weiterhin das Unternehmen weiterführen wollen und mit Kapital und Know How zur Verfügung stehen, wenn Capvis mit der Situation bei hessnatur überfordert sei, heißt es abschließend in der Pressemitteilung der Genossenschaft.

 

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hnGeno hält an Ziel fest

BUTZBACH. Die von hessnatur-Kunden, Lieferanten und der Belegschaft gegründete Genossenschaft hnGeno eG hält an ihrem Ziel fest, hessnatur fortzuführen. „Mit Erstaunen haben wir der Presse die Aussage des Private Equity Fonds Capvis entnehmen können, die Genossenschaft hnGeno müsse nach dem mittlerweile abgeschlossenen Verkauf von hessnatur aufgelöst werden.“, erklärt Andrea Rothkegel, Aufsichtsratsvorsitzende der hnGeno eG. „Unserer Satzung und dem Genossenschaftsgesetz nach müssten hierzu drei Viertel der Mitglieder bei einer Generalversammlung zustimmen. Für die Einberufung einer solchen Versammlung sehen wir derzeit keinen Anlass.“, so Rothkegel weiter. Ebenso sehe man anders als hessnatur-Eigentümer Capvis den Vorstand der hnGeno in keinem Interessenkonflikt durch seine Tätigkeit als Betriebsrat bei hessnatur.

Es sei keinesfalls ausgeschlossen, dass die hnGeno eG die eigenen Ziele zu einem späteren Zeitpunkt erreichen werde. Schließlich habe Capvis zugegeben, nur vorübergehendes Interesse an hessnatur zu haben. Für den Pionier im Bereich ökologischer und fairer Textilien sei eine Fortführung in Verbindung mit der hnGeno eG nach wie vor die sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltigste Alternative.  

Kontakt: Andrea Rothkegel, AR-Vorsitzende hnGeno eG, Tel.: 0160 / 96 98 23 25.

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Schweizer Investor will hessnatur übernehmen

Liebe Freunde und Unterstützer der hnGeno,

heute haben wir in kürzester Zeit verschiedene Presseberichte zur Übernahme von hessnatur durch den Schweizer Finanzinvestor Capvis zu bewerten und diese auch in den Kontext der eigenen Vorgehensweise zu setzen. Wir werden uns entsprechend über Capvis informieren.

Vergangene Woche fand ein persönliches Gespräch mit Herrn Haselmann vom KarstadtQuelle Mitarbeitertrust (KQMT) statt. An den Pensionfonds KQMT ist hessnatur verpfändet. Das Ergebnis des Gesprächs war, dass man ein Angebot des Konsortiums hnGeno-DIH bei einem Ankaufsfaktor von 7 berücksichtigen würde.

Das war vor neun Tagen – umso mehr überrascht uns nun die heutige Mitteilung, dass Capvis der neue Eigentümer von hessnatur werden soll. Nach wie vor sind wir überzeugt, dass die hnGeno in ihrer Struktur den höchsten Kaufpreis für hessnatur gezahlt hätte und zahlen kann. Im folgenden haben wir den Ablauf eines Kaufprozesses skizziert, der auch aufzeigt, dass wir immer noch eine Chance haben, hessnatur kaufen zu können:

  1. Es werden Kaufpreise auf Basis des EBITs errechnet, die man mittels einem Ankaufsfaktor, in diesem Fall x 7, errechnet. Dies würde bedeuten, dass wir einen Kaufpreis von ca. 30 bis 35 Mio € bieten.
  2. Es wird ein erstes Angebot, das eine Finanzierungsbestätigung enthält, bestehend aus Eigenkapital und Fremdkapital, an den Verkäufer abgegeben.
  3. Danach folgt eine entsprechende Überprüfung des zu kaufenden Unternehmens und Verhandlungen über Abzugspositionen oder Garantien. Dies wird in einem Ankaufsvertrag festgehalten.
  4. Sofern der Ankaufsvertrag ausgehandelt wurde und dieser unterzeichnet wird, spricht man vom sogenannten Signing.
  5. Nach dem Signing sind offene Fragen endgültig zu klären, Garantien auszutauschen und der endgültige Abschluss des Ankaufsvertrages vor einem Notar durchzuführen. Dies nennt man dann Closing, da danach keine Veränderungen oder neue Angebote berücksichtigt werden können.

Nach uns vorliegenden Informationen aus Finanzkreisen hat Capvis nicht den vom Konsortium möglichen Kaufpreis geboten und ist im Signing. Da zwischen Signing und Closing noch einiges passieren kann, wird die hnGeno zusammen mit der DIH weiter die Fremdkapitalseite finalisieren und ein entsprechendes Angebot gemäß dem Gespräch mit Herrn Haselmann abgeben.

Leider wurde der Verkaufsprozess von Anfang an unter schwierigen Bedingungen geführt, sodass es jetzt wichtig ist, dass die hnGeno weiterhin Ihre Unterstützung und auch Mithilfe für weiteres Eigenkapital erhält.

Wir danken Ihnen für Ihre Treue, bitte unterstützen Sie uns weiter in derselben positiven Weise wie in den vergangenen Monaten!

Herzliche Grüße

Walter Strasheim-Weitz            Christina Pöttner

- Vorstand der hnGeno -

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hnGeno und DIH wollen gemeinsam hessnatur erwerben

Liebe Freunde und Mitglieder der hnGeno,

wir freuen uns, Ihnen und Euch zusammen mit unserem strategischen Partner, der Deutschen Industrie Holding (DIH), nachfolgende Pressemitteilung bekanntzugeben, die heute veröffentlicht wird.

 

PRESSEMITTEILUNG

hnGeno und DIH wollen gemeinsam hessnatur erwerben

  • Zusammenarbeit zwischen der Genossenschaft mit dem Mittelstandsinvestor notariell beurkundet
  • Offerte an den bisherigen Eigentümer geplant
  • Gemeinsames Konzept sieht Weiterentwicklung und Forcierung der nachhaltigen Ausrichtung von hessnatur vor
Vertragsunterzeichnung in Butzbach mit (v.l.) Walter Strasheim-Weitz, Christina Pöttner (beide hnGeno) und Matthias von Tettau (DIH)

Vertragsunterzeichnung in Butzbach mit (v.l.) Walter Strasheim-Weitz, Christina Pöttner (beide hnGeno) und Matthias von Tettau (DIH)

Butzbach, 30. Mai 2012. Die hnGeno eG, die Genossenschaft zur Weiterführung von hessnatur, plant gemeinsam mit der Deutschen Industrie-Holding (DIH) das Naturmodeunternehmen zu erwerben, das Geschäft weiterzuführen und weiter zu entwickeln. Ein entsprechender Konsortialvertrag wurde bereits notariell beurkundet.
In den kommenden Wochen wird das Konsortium Kontakt zu dem bisherigen Eigentümer, der Primondo Specialty Group (PSG) aufnehmen, um sich über den Ablauf und die Möglichkeiten eines Kaufprozesses zu verständigen. Zuletzt wurde ein geplanter Verkauf im vergangenen Jahr ausgesetzt.

„Mit der DIH als strategischem Partner können wir von deren Erfahrung im Bereich Textilien und stationärer Handel und auch bei Eintritt in neue Märkte profitieren.  Uns beeindruckt bei der DIH besonders, wie sehr sie sich mit dem sozialen und ökologischen Konzept von hessnatur auseinandergesetzt hat und identifiziert“, sagt Walter Strasheim-Weitz, Vorstand der hnGeno.

Auch seitens der DIH wird in der Weiterentwicklung des bestehenden Konzepts ein großes Potenzial gesehen.  „Ungeachtet der Tatsache, dass wir mit hessnatur profitabel wirtschaften wollen, wissen wir, dass die enorme Entwicklung des Unternehmens mit seiner Glaubwürdigkeit und seiner Transparenz zusammenhängt. Diese wollen wir erhalten und sinnvoll ausbauen“, erläutert Matthias von Tettau, Geschäftsführender Gesellschafter der DIH.

Das Konsortium, an dem die hnGeno zu 51 % und die DIH zu 49 % beteiligt ist, ist zuversichtlich, einen angemessenen Kaufpreis für hessnatur aufzubringen. Sollten sich weitere hessnatur-Kunden, nachhaltig interessierte Privatpersonen oder Institutionen an dem Konsortium beteiligen wollen, können diese weiterhin Genossenschaftsanteile an der hnGeno erwerben und stärken damit weiter den Eigenkapital-Anteil der Genossenschaft.

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Volksbank Butzbach unterstützt hnGeno

Die Volksbank Butzbach unterstützt die hnGeno in ihrem Vorhaben, hessnatur zu kaufen und als Genossenschaft weiterzuführen, indem sie als Mitglied der hnGeno eG beigetreten ist.

Im Internationalen Jahr der Genossenschaften 2012 blickt die Genossenschaftsidee auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurück. “Nicht der Staat ist es, der Großes möglich macht, sondern die Selbsthilfe seiner Bürger”, betonen die beiden Vorstandsmitglieder der Volksbank Butzbach eG, Thomas Köhler und Ralf Krause: “Genossenschaften sind ein Gewinn für alle.”

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hnGeno-Workshop beim Karmakonsum Greencamp am 1. Juni in Frankfurt

Am Freitag, 1. Juni findet mit dem so genannten “Greencamp” der Kreativ- und Innovationstag der diesjährigen Karmakonsum-Konferenz statt. Das Thema ist in diesem Jahr “Ökonomie und Gemeinwohl”. Die Konferenz selbst ist am Donnerstag, 31. Mai und hat Fachtagungscharakter; das Greencamp einen Tag später ist ein offenes basisdemokratisches Format, bei dem die Inhalte von den Teilnehmern bestimmt werden. Auch die hnGeno ist dabei und bietet einen Workshop zum Thema “Weiterführung von hessnatur als Genossenschaft” an. Veranstaltungsort des Greencamps ist wie in den Vorjahren der Ludwig-Erhard-Saal der Frankfurter Börse, anmelden kann man sich hier übers Internet.

Walter Strasheim-Weitz, Vorstand hnGeno, wird den Workshop am 1. Juni leiten. Er lädt ein zum Diskutieren des genossenschaftlichen Modells – 2012 ist das UN-Jahr der Genossenschaften -, reflektiert Herausforderungen von Genossenschaftsgründungen und Unternehmenskäufen und entwickelt im Dialog mit den Teilnehmer Ideen für die Zukunft von hessnatur als Genossenschaft.

Seit 2011 setzt sich die hnGeno für die Übernahme des Naturmode-Pioniers hessnatur und dessen Weiterführung als Genossenschaft ein. hessnatur gehört zum insolventen Arcandor-Konzern und soll in diesem Jahr den Eigentümer wechseln. Der aktuelle Eigentümer, der KarstadtQuelle Mitarbeiter-Trust (KQMT), hat in Presseberichten einen Verkauf ab April 2012 angekündigt. Bereits Ende 2010 sollte hessnatur verkauft werden, und zwar an den Private Equity-Fonds Carlyle, der auch in Rüstungsgeschäften aktiv ist. Kunden, Mitarbeitern und Lieferanten protestierten, der Verkaufsprozess wurde gestoppt. Der Zuspruch der hnGeno wächst seitdem ungebrochen. Die Genossenschaft sieht sich als idealen Käufer, um hessnatur aus rein profit-orientierten und rendite-getriebenen Strukturen zu befreien, ganzheitlich nachhaltig aufzustellen und in enger Kommunikation und Zusammenarbeit mit der hessnatur-Community zu führen.

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SWR berichtet heute Abend über hessnatur

Das Naturmagazin „Im Grünen“ berichtet am heutigen Dienstag Abend, 3. April um 18.10 Uhr im SWR-Fernsehen über Biomodelabel und dabei auch über hessnatur und den Verkauf. Dabei kommen auch die hnGeno-Vorstande Walter Strasheim-Weitz und Christina Pöttner zu Wort. Der Beitrag kann hier online angeschaut werden.

 

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Ein Jahr hnGeno

Auf den Tag genau vor einem Jahr  – am 17. März 2011 – wurde die hnGeno zur Übernahme und Weiterführung von hessnatur als Genossenschaft offiziell gegründet.
Viel ist passiert in den vergangenen 365 Tagen, vieles haben wir zusammen mit zahlreichen Mitstreitern bewegt, was uns unserem gemeinsamen Ziel immer näher gebracht hat. Auch wenn wir noch nicht durchs Ziel gelaufen sind, sind wir – übrigens im diesjährigen Jahr der Genossenschaften der Vereinten Nationen – fest davon überzeugt, dass wir neuer Eigentümer von hessnatur werden können. Zusammen mit Mitarbeitern, tausenden Kunden und anderen nachhaltig ausgerichteten Menschen, die bereits Mitglied der hnGeno sind.

Zum Jahrestag der hnGeno-Gründung wollen wir einen Blick ins Nachbarland Schweiz werfen: Die Schweizer haben das Modell Genossenschaft quasi als Land „gepachtet“: So heißt die Schweiz ja korrekt Schweizerische Eidgenossenschaft. In der Schweiz gibt es aktuell rund 13.000 Genossenschaften – zwei von ihnen sind Großverteiler in allen Bereichen von Lebensmittel über Dinge des täglichen Bedarfs bis zu Elektronik sowie Bau- und Gartenfachmärkten. Die Raiffeisenbanken haben 1,7 Million Genossenschaftler und sind die drittgrößte Bankengruppe in der Schweiz.

Was ist das Besonders an einer Genossenschaft? Eine Genossenschaft verteilt die Gewinne nicht an Kapitalgeber und sozialisiert die Verluste, vielmehr sozialisieren sie die Gewinne und tragen die Verluste – sollte es solche geben – selber. Die Gier hat in Genossenschaften keinen Boden, in der Genossenschaft ist das Kapital und dessen Rendite nicht der alles dominierende Faktor. Und: Genossenschaften sind vor Übernahmen und Verkäufen abgesichert – ein „Durchreichen“ von einem Investor zum nächsten ist nahezu ausgeschlossen. Damit haben Genossenschaften ganz andere, nämlich nachhaltigere und damit bessere Entwicklungsmöglichkeiten.

Der genossenschaftliche Gedanke, das genossenschaftliche Modell macht also gerade für Marken mit nachhaltiger Ausrichtung absolut Sinn. So ist es also zu hoffen, dass immer mehr Unternehmen diese Rechtsform anstreben – vor allem aber, dass es uns gelingt, für hessnatur die Form der Genossenschaft zu erreichen.

Wir freuen uns über weitere Mitstreiter, die Mitglied in der hnGeno werden, unsere Arbeit unterstützen oder einfach für unser Anliegen werben und in ihrem Umfeld und sozialen Netzwerken darauf aufmerksam machen, dass es uns gibt – und was vor vorhaben!

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